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Für Christen ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Für unsere Kinder hingegen ist es ein Wochenende voller Magie! Plötzlich tummelt sich in ihrer kindlichen Welt neben Elfen, Zauberern, Feen und Zwergen auch noch der putzige Osterhase, der bunt bemalte Eier und andere kleine Überraschungen im Garten versteckt. Insbesondere für die Jüngsten ist der christliche Hintergrund des Osterfestes noch schwer zu begreifen. Warum also, sollten wir Erwachsenen nicht einfach mitspielen und gemeinsam mit unserem Nachwuchs diesen magischen Flair genießen?!

 

Ostern steht für Auferstehung, Neuanfang und Frühlingserwachen

 

Nach dem langen, kalten Winter sehnen sich Groß und Klein nach Wärme und Sonnenlicht. Ostern ist das Frühlingsfest schlechthin, denn der Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlingsanfangs. Wenn die Natur neu erwacht, bietet sie unendlich viel zum Entdecken und Staunen. Ein ausgiebiger Spaziergang durch Feld, Wald und Flur wird da schnell zum spannenden und lehrreichen Abenteuertrip für die ganze Familie. Und wer weiß … vielleicht hoppelt einem ja sogar der Osterhase höchstpersönlich über den Weg. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, da sich die putzigen Tierchen im Frühling auf Brautschau befinden und sich rasant vermehren. Somit steht der Hase symbolisch für Fruchtbarkeit und Neuanfang. Mit einem Naturführer im Gepäck, lassen sich zudem andere heimischen Tiere und Pflanzen bestimmen. Das macht nicht nur Spaß, sondern liefert auch wertvolles Wissen. Außerdem können die Kleinen ihren Sammeltrieb nach Lust und Laune ausleben und nach natürlichen Bastelmaterialien Ausschau halten. Zweige, Baumrinde, Moos, Blüten, Federn, Blätter oder Steine lassen sich später in kreative Kunstwerke verwandeln, die einen ganz besonderen Wert haben.

 

Tolle Bastelideen zum Osterfest

 

Kinder lieben es zu basteln. Besonders wenn es um die farbenfrohe Osterdekoration geht, sind sie mit Feuereifer dabei und lassen sich von dem Facettenreichtum der frisch erwachten Natur inspirieren. Basteln ist ein überaus sinnvoller Zeitvertreib, der die kindliche Fantasie anregt, Feinmotorik und Konzentration fördert und alle Sinne intensiviert. Schon die Allerkleinsten können mit unserer Hilfe putzige Ostersachen kreieren. Hier kommen ein paar Vorschläge:

 

 

Bunte Osterzweige

Material:

  • kahle Zweige
  • buntes Krepppapier
  • Bleistift
  • Schere
  • Klebstoff

 

Schneide ca. 4 x 4 cm große Vierecke aus dem Krepppapier. Stülpe diese dann über das stumpfe Bleistiftende, tupfe Klebstoff darauf und klebe es an den Ast. Knautsche das Papier ein bisschen oder schneide Zacken hinein, so dass es eine Blütenform bekommt  – fertig!

 

Bunte Osterblumen

Material:

  • leere Eierpappkartons
  • Trinkhalme mit Knick
  • Schere
  • Pinsel
  • Wasserfarben

Schneide die Eierpappkartons in einzelne Eierkörbchen auseinander. Male sie innen und außen bunt an. Stoße nun mit der Scherenspitze mittig ein Loch in den Boden (das sollte ein Erwachsener übernehmen) und schiebe den Trinkhalm hindurch, so dass der Knick wie ein Blütenstempel hervorragt – fertig!

 

Lustige Kresseköpfe

Material:

  • Rohe Eier
  • Moos
  • Kressesamen
  • Blumenerde oder Watte
  • Filzstift

 

Köpfe die Eier mit einem Messer (das sollte ein Erwachsener übernehmen). Leere sie in ein sauberes Gefäß aus (vielleicht könnt ihr noch leckeren Kuchen oder Waffeln daraus backen). Bearbeite die Kanten ein wenig nach. Dann befülle die leeren Eierschalen bis ca. 1 cm unterhalb der Schalenkante mit Blumenerde oder Watte. Streue Kressesamen gleichmäßig darauf, drücke sie etwas an und befeuchte sie mit Wasser. Male jetzt noch mit dem Stift ein lustiges Gesicht auf die Schale und setze das Ei ins Moos. Halte die Erde bzw. die Watte in den nächsten Tagen schön feucht, dann wächst dem Eiermännchen eine lustige Kressefrisur, die du nach ungefähr einer Woche ernten kannst. Schneide die Kresse mit der Schere ab und genieße sie auf einem frischen Butterbrot – superlecker und gesund!

 

Und was darf auf keinen Fall zu Ostern fehlen?

 

 

Na klar: die Ostereier! Ostereier gehören zu Ostern, wie das Salz in der Suppe. Als Symbol für die Auferstehung Jesu schmücken sie zur Osterzeit in allen erdenklichen Formen unser Zuhause und kommen als Speise oder Leckerei auf unseren Tisch. Doch woher stammt der Brauch eigentlich, Eier zu Ostern zu färben und zu bemalen? Es gibt viele Thesen darüber, wie auch die folgende, die immer wieder gern in der Zeit vor Ostern erzählt wird und die selbst für Kinder verständlich ist.

 

Eier als Zahlungsmittel und Geschenk zum höchsten Fest der Christen

Vor vielen Jahrhunderten, als die einfachen Leute noch kein Geld als Zahlungsmittel besaßen, wurden Nachbarschaftsdienste und kleine Gefälligkeiten mit Lebensmitteln beglichen. Zu Ostern wurde die Gelegenheit genutzt, besonders hilfsbereiten Menschen kleine Geschenke zu überreichen. Vor allem Eier gab man gern als Dankeschön an helfende Hände weiter. Vor Ostern gab es nämlich oft einen regelrechten Überschuss an Eiern. Das lag vor allem daran, dass die nahrhaften Eier während der Fastenzeit nur selten oder gar nicht auf den Tisch kamen. Zudem galt das Ei schon damals bei den Christen als Symbol für das Lebens, die Fruchtbarkeit und den Neuanfang. Die geschlossene Schale wird mit dem Grab Jesu verglichen, die mit dem Brechen neues Leben freigibt. Daher waren, bzw. sind, Eier zum Osterfest passende und gern gesehene Geschenke.

 

Not macht erfinderisch: der Brauch des Eierfärbens hat praktische Gründe

Nun war es früher so, dass die Höfe der Bauern nicht dicht an dicht beieinander standen, sondern häufig mehrere Kilometer weit auseinander lagen. Der Transport von rohen Eiern war demnach recht schwierig und umständlich. Außerdem bestand die Gefahr, dass die Rohware verdarb. Aus diesen Gründen wurden die Eier gekocht. Doch hatte man nun das Problem, dass die gekochten Eier äußerlich nicht von den rohen zu unterscheiden waren. Also mussten sie auf eine möglichst einfache Weise gekennzeichnet werden. Dies geschah, indem dem Kochwasser Zwiebeln zugefügt wurde, die die Eierschalen gelb färbten. Das war nicht nur praktisch. Die gelben Eier gefielen den Leuten so sehr, dass sie weitere Lebensmittel ausprobierten, um die Eier nicht nur gelb, sondern auch rot, blau oder grün zu färben. Ein Sud aus Brennnesseln oder Birkenblätter lieferte z. B. einen hübschen Grünton, Rote Beete oder Rotkohl färbte die Eier violett, während Beeren oder Baumrinde die Schale rot, bzw. braun einfärbte. Diese uralte Form des Eierfärbens funktioniert auch heute noch und lädt vor allem Kinder immer wieder zum ausgiebigen Experimentieren ein. Um die Kleidung zu schützten, raten wir, die kleinen Eierfärber vor der Malaktion mit alten Hemden oder Schürzen auszustatten.

 

Kleine Kunstwerke und süße Nascherei

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Eierfärben immer weiter und es entstanden schließlich regelrechte Kunstwerke. Im Mittelalter wurden die Ostereier vorrangig mit christlichen Motiven, wie z. B. Kreuze, Weinreben, Tauben oder Kelche, in feinster Handarbeit bemalt. Viele Jahre später entwickelte sich dann der Trend zu den besonders farbenfrohen Frühlingsmotiven, die bis heute unsere Ostereier zieren. Immer noch landen die bunt bemalten, hartgekochten Eier traditionell zum Verzehr auf der Ostertafel. Doch mittlerweile finden wir es viel zu schade, diese kleinen Schmuckstücke zu zerstören und aufzuessen. Deshalb werden Materialien, wie Gips, Kunststoff oder Holz verwendet, um Deko-Ostereier herzustellen, die uns Jahr für Jahr mit ihrem hübschen Äußeren bezaubern. Und dann gibt es da noch eine weitere Form des Ostereis, die nicht nur von unseren kleinen Schleckermäulern heiß begehrt wird: das sind natürlich die leckeren, zuckersüßen Schokoladeneier! In kunterbuntem Papier gehüllt, locken sie jedes Jahr aufs Neue in den Regalen der Supermärkte und lassen die enthaltsame Fastenzeit regelrecht dahinschmelzen.

Über die Autorin Michaela Schreier

Über die Autorin Michaela Schreier

Mein Name ist Michaela Schreier. Ich bin Baujahr 1973 und wohne mit Mann, Sohn und Hund in dem schönen Fachwerkstädtchen Duderstadt.

Das Schreiben spielt seit Kindesbeinen eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben. Mit meiner ersten Buchveröffentlichung im Jahr 2011 ging ein Traum für mich in Erfüllung. Seitdem ist mein Schreibfluss nicht mehr zu stoppen! Vier Kinderbücher habe ich im Fabuloso Verlag veröffentlicht, zudem zahlreiche Beiträge in verschiedenen deutschen und österreichischen Anthologien.

Neben meiner „Bücherschreiberei“ bin ich als freie Texterin im Schreibbüro Frank Schreier tätig. Außerdem arbeite ich als pädagogische Mitarbeiterin und ehrenamtliche Lesepatin in den örtlichen Grundschulen. Diese Arbeit erfüllt mich sehr! Sie liefert mir immer wieder neue Ideen für meine Geschichten und lässt mich die Welt auch als Erwachsene mit Kinderaugen sehen.

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