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Mit der Heiligen Erstkommunion steht ein ganz besonderes Fest im Leben unserer Kinder an. Zum ersten Mal dürfen sie beim Gottesdienst am Abendmahl teilnehmen und den Leib Christi empfangen. Dieses Sakrament hat in den meisten katholischen Familien eine hohe Bedeutung. Entsprechend aufgeregt sind die Kommunionkinder, die an diesem Tag festlich herausgeputzt im Mittelpunkt stehen und sich nicht nur über Gottes Segen, sondern auch über viele schöne Geschenke freuen dürfen.

 

Eine wichtige Station des Christ-Seins

 

Während die evangelischen Christen mit 14 Jahren ihre Konfirmation feiern, erleben die Katholiken bereits im Alter von 8 bis 10 Jahren ihre Erstkommunion. Sie ist eins der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Wie bei der evangelischen Konfirmation, ist auch die katholische Erstkommunion ein bedeutender Schritt zum Glaubensbekenntnis, sozusagen zur „Christwerdung“. Die Kinder verfügen nun über das notwendige Verständnis, um sich aus freien Stücken zu ihrem Glauben bekennen zu können. Der Begriff „Erstkommunion“ wird von dem lateinischen Wort „communio“ abgeleitet, das „Gemeinschaft“ bedeutet. Somit wird deutlich, dass diese Feier keine Privatangelegenheit, sondern ein Fest der Pfarrgemeinde ist. Unser Nachwuchs erlebt die feierliche Zeremonie in der Kirche also gemeinsam mit den anderen Kommunionkindern aus der Gemeinde. Doch sobald der offizielle Teil vorüber ist, darf es sich innerhalb der Familie und des Freundes- und Bekanntenkreises im Mittelpunkt aalen und die ungeteilte Aufmerksamkeit genießen.

 

Osterzeit ist Erstkommunionszeit

 

Die Erstkommunion ist ein Frühlingsfest. Sie findet traditionell an dem ersten Sonntag nach Ostern statt. Dieser Sonntag wird auch „Weißer Sonntag“ genannt. Viele nehmen an, dass dieser Name von den weißen Kleidern der weiblichen Kommunionkinder herrührt. Das ist jedoch ein Irrtum. Der Begriff ist schon viel älter und stammt aus der Zeit kurz nach Jesu. Das Christentum steckte noch in den Kinderschuhen und die Erwachsenen, die sich zum Christsein entschieden, wurden immer in der Osternacht getauft. Dazu trugen sie ein weißes Gewand als Zeichen der Reinheit. Ungefähr im siebten Jahrhundert entwickelte sich der Brauch, das Kleid auch noch nach Ostern acht Tage lang zu tragen und es erst zum „Weißen Sonntag“ abzulegen. Dass die meisten Mädchen heutzutage weiße Kleider anlässlich ihrer Erstkommunion tragen, wurde also nur von diesem Brauch abgeleitet.

 

Langfristige Vorbereitungen für ein gelungenes Fest

 

Während die Mädchen in ihren weißen Kleidern fast schon wie kleine Bräute aussehen, flanieren die Jungen in festlichen Anzügen zu ihrer Erstkommunion. Beide Kleidungsvarianten sind ziemlich kostspielig, weshalb in manchen Gemeinden sogenannte „Alben“ von der Kirche zur Verfügung gestellt werden. Die einheitlichen, langen, weißen Gewänder werden während der Zeremonie von beiden Geschlechtern getragen und erinnern an die Taufgewänder von damals. Sie sollen u. a. verhindern, dass bei dem rein kirchlichen Fest der Fokus zu sehr auf Äußerlichkeiten liegt. Doch bis zum Finale im weißen Kleid, festlichen Anzug oder Albe, gibt es für die Familie jede Menge zu tun. Allen voran steht der Kommunionsunterricht, bei dem die jungen Christen alles Wissenswerte rund zum Thema Kirche erfahren. Hierzu gehört auch das Proben des Ablaufs des feierlichen Gottesdienstes und die erste Beichte. Während die Kinder in ihrem Glauben unterrichtet werden, kümmern sich Eltern und nähere Verwandte um eine geeignete Feierlocation, den Kauf bzw. der Gestaltung von Einladungskarten und  Kommunionkerze, sowie um die Auswahl der Speisen, die den Gästen bei der Feier gereicht werden sollen. Darüber hinaus muss ein Geschenk für das Kommunionkind her, das dem einzigartigen Anlass würdig ist.

 

Geschenke mit Symbolkraft und emotionalem Wert

 

Neben Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten, sind es vor allem die Taufpaten, die dem Kommunionkind ein ganz besonderes Geschenk zu dem einmaligen Erlebnis machen möchten. Etwas Wertiges, das das Kind viele Jahre oder gar ein Leben lang begleitet und die Erinnerung an diesen Tag hochhält. Ein zeitloses Schmuckstück wird diesen Anforderungen gerecht; etwa ein Ketten- oder Schlüsselanhänger. Diese Schmuckstücke sind völlig unabhängig vom Wachstum des Kindes und können tatsächlich ein Leben lang getragen werden. Das Kreuz, die Taube, der Fisch oder der Engel sind beliebte Anhänger, da sie eine hohe Symbolkraft haben und nie aus der Mode kommen. Auch Armbänder und Armbanduhren, vielleicht sogar noch mit einer persönlichen Gravur, werden ebenfalls gern von Paten und engen Familienangehörigen zur Kommunion verschenkt. Wenn diese schmucken Teile später sogar noch mit Hilfe eines Juweliers oder Uhrmachers vergrößert bzw. mit einem neuen Armband ausgestattet werden können, machen sie ihren stolzen Besitzern über mehrere Jahre Freude. Neben Schmuck, zählen der Gotteslob und der Rosenkranz zu den traditionellen Kommunionsgeschenken – beides elementare Dinge für den Gottesdienst. Vor allem beim Rosenkranz gibt es viele unterschiedliche Ausführungsformen, die von „schlicht und einfach“ bis zu „aufwendig und kostspielig“ reichen.

 

Zeit – das wohl kostbarste Geschenk von allen

Kinder im Kommunionalter wissen es durchaus zu schätzen, wenn „Pati“ oder Omi und Opi ihnen ihre ganze Aufmerksamkeit schenken und etwas richtig Tolles mit ihnen unternehmen. Ein kompletter „Wünsch-dir-was-Tag“, den die Kids ganz eigenständig verplanen dürfen, ist für sie ein tolles Erlebnis. Oder die Erfüllung eines lang gehegten Herzenswunsches, wie der Trip in den Lieblings-Freizeitpark oder der Konzertbesuch des absoluten Lieblings-Stars, ist im Grunde unbezahlbar. Wichtig bei diesen Events: Fotos machen und diese dann nachträglich in Form eines Fotoalbums oder Fotobuchs verschenken. Dann bleibt die Erinnerung ein Leben lang erhalten.

 

Herzige Kleinigkeiten von Nachbarn und Bekannten

 Häufig ist es Brauch, Nachbarn, Freunde und Bekannte, die nicht als Gast zur eigentlichen Kommunionsfeier geladen waren, nachträglich zu einem gemütlichen Kaffeetrinken einzuladen. Natürlich wollen auch diese Personen dem Kommunionkind nicht nur herzliche Segenswünsche übermitteln, sondern es auch mit einem kleinen Geschenk überraschen. Ein Glücksbringer, z. B. in Form einer Plakette oder eines Halbedelsteins, eignen sich hervorragend, um Glückwunschkarten aufzupeppen. Auch zum Anlass passende Spiele, wie das „Taschen-Bibelquiz“ oder das „Biblische Stadt-Land-Fluss“, sind, ebenso wie Gebetswürfel oder speziell gestaltete Schiefertafeln, adäquate Mitbringsel. Bücher, egal ob religiös oder nicht, gehen natürlich immer, da sie das Prädikat „pädagogisch wertvoll“ besitzen.

 

Geldgeschenke vs. Aussteuer

Damals bekamen Kommunionkinder häufig erste Teile ihrer Aussteuer geschenkt. Das gilt  weitestgehend als überholt. Heutzutage kommen Geldgeschenke wesentlich besser an, wobei sie doch im Grunde den gleichen Zweck erfüllen. Ist es doch in den meisten Familien üblich, dass der größte Teil der Geldgeschenke auf ein Sparbuch o. ä. eingezahlt werden, das dem Kind später den Start in ein eigenes Leben erleichtern soll. Einiges an Geld wird dem Nachwuchs aber zur freien Verfügung überlassen, damit er sich direkt ein paar kleine Wünsche erfüllen kann. Nun kann das Geld schlicht und einfach in eine Karte gesteckt werden. Es kann aber auch ganz kreativ in Szene gesetzt werden. Schmuckkästen, Schatzkisten, Bilderrahmen oder Spardosen eignen sich als hübsches Geldbehältnis. Selbstgebastelte Geldgeschenke sind natürlich ein ganz besonderes Highlight und lassen nicht nur Kinderaugen strahlen. Im Internet gibt es viele tolle Bastelanleitungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. So können selbst ungeübte Bastler ein einzigartiges Geldgeschenk kreieren, das als echter Hingucker auf dem festlichen Gabentisch des Kommunionkindes brilliert.

Über die Autorin Michaela Schreier

Über die Autorin Michaela Schreier

Mein Name ist Michaela Schreier. Ich bin Baujahr 1973 und wohne mit Mann, Sohn und Hund in dem schönen Fachwerkstädtchen Duderstadt.

Das Schreiben spielt seit Kindesbeinen eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben. Mit meiner ersten Buchveröffentlichung im Jahr 2011 ging ein Traum für mich in Erfüllung. Seitdem ist mein Schreibfluss nicht mehr zu stoppen! Vier Kinderbücher habe ich im Fabuloso Verlag veröffentlicht, zudem zahlreiche Beiträge in verschiedenen deutschen und österreichischen Anthologien.

Neben meiner „Bücherschreiberei“ bin ich als freie Texterin im Schreibbüro Frank Schreier tätig. Außerdem arbeite ich als pädagogische Mitarbeiterin und ehrenamtliche Lesepatin in den örtlichen Grundschulen. Diese Arbeit erfüllt mich sehr! Sie liefert mir immer wieder neue Ideen für meine Geschichten und lässt mich die Welt auch als Erwachsene mit Kinderaugen sehen.

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